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Sonntag, 03 Oktober 2021 13:41 geschrieben von
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Vize-Weltmeister Duathlon Langdistanz AK40-44 beim Powerman Zofingen!!!

Ein Erlebnisbericht von Daniel Ripke

Zwei Jahre nach der Ironman 70.3 WM in Nizza der erste Multisport Event und meine erste Duathlon Langdistanz überhaupt. Pünktlich zum Bike Check In fing es an in Strömen zu regnen. Das war zwar laut Wetterbericht voraussehbar aber irgendwie hatten wohl alle gehofft, dass es sich nur um leichten Regen handeln würde - Pustekuchen! Aber gleiche Bedingungen für alle Starter.

Den ersten Lauf ging ich kontrolliert an und alles lief wie geplant. Nach dem Wechsel auf das Rad war ich froh, mich für die Regenjacke entschieden zu haben, vor allem bei den Bergabpassagen. Die erste Runde galt als Orientierung, um die gefährlichen Stellen kennenzulernen, trotzdem bin ich einmal falsch abgebogen. Auf der zweiten Runde lief es dann trotz des schlechten Wetters richtig rund. Jedoch musste ich auf der dritten Runde ab dem letzten Anstieg kämpfen. Ein leichtes Hungergefühl trotz Verpflegung nach Plan schien auf leichte Unterversorgung hinzuweisen. Mittlerweile waren die Hände auch so kalt, dass die Reste aus der Gelflasche schlecht zu trinken waren (Lesson Learned). Dennoch habe ich auch die letzten 20 km durchgebissen und versucht, möglichst in Aero-Position die Ziel-Leistung zu drücken, bei Kurven dann aber bewusst rausgenommen.

Dann kam mit dem abschließenden Lauf die große Unbekannte, wie reagiere ich auf die Anstiege? Auf Asphalt lief zunächst alles nach Plan, auf den Trailpassagen war mir dann wichtig, eine gute Ballance aus Pace und Trittsicherheit zu finden. Aber als der steilste off-road Teil begann, bekam ich Krämpfe. Also langsam weitergetrippelt und ein Gel reingedrückt und es ging mit akzeptablen Schmerzen weiter. Hier war die Strategie kontrolliert bergauf und möglichst effizient und schnell ohne auszurutschen bergab.

Nach der ersten Runde fühlte ich mich noch richtig gut, die zweite Runde verlief dann ohne Probleme wurde nur insbesondere bei den Anstiegen immer fordernder. Als mir meine Frau dann zurief, dass ich auf AK40 Rang 2 liege, war mir auf Runde 3 wichtig, nicht überholt zu werden. Aber auch nicht nochmal soviel zu riskieren, dass ich stürze oder Krämpfe bekomme. Diese Taktik ging auf und es war ein mega Gefühl, nach 7:08:31Std. mit einem Lächeln im Gesicht ins Ziel zu laufen. Allein das Finish war an diesem Tag ein großer Erfolg. Umso überraschter und stolzer war ich dann, als mir meine Frau die Platzierung auf der Tracking App zeigte und den 2. Rang bestätigte.

Gelesen 67 mal Letzte Änderung am Sonntag, 03 Oktober 2021 14:00