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Donnerstag, 05 Juli 2018 10:22 geschrieben von
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Meine erste Langdistanz

Andreas Prem bei der Challenge Roth

Da ich vor 8 Jahren sehr stark übergewichtigt war und ich etwas verändern wollte habe ich mit dem joggen angefangen. Auch eine komplette Umstellung meiner Ernährung war die Folge. Lauf für Lauf Erhöhte ich die Umfänge.

Dann kamen die ersten Ziele die ich mir setzte. Der 4,8km BASF Firmenlauf dann 10 km Wettkämpfe und es steigerte sich von Jahr zu Jahr über den Halbmarathon bis zum ersten Marathon in Berlin 2014 in 4:07h. 2015 waren es dann 3:37h und ich begann mit Triathlon beim TSG Maxdorf. Erste Sprint- und Olympische Wettkämpfe und die erste Mitteldistanz in Maxdorf, den ich in 5:20h finishte.

Dann stand auch das Ziel Langdistanz fest. Es kamen dann 2 Jahre mit Verletzungen. Die führten dazu daß ich das Laufen fast auf Null reduzierten musste. 2017 fuhr ich dann als ich Zuschauer nach Roth. So stand ich einen Tag nach dem Wettkampf, Morgens früh um 4:00 in der Schlange zur Anmeldung der Challenge Roth.

Im Oktober startete ich dann schon sehr früh mein Training um ein Zeitpolster zu haben und langsam die Umfänge zu steigern. Ich konnte immer auf die Unterstützung des TSG Maxdorfs und im besonderen meines (Rad)-Trainers Markus Tiletzek zurückgreifen. So verliefen die Testwettkämpfe im LD Tempo dann sehr erfolgreich, dazu gehörte auch die verkürzte Mitteldistanz in Bonn.

Der 1. Juli 2018 sollte dann der perfekte Tag werden. Das ankommen am Schwimmstart führte schon zu Gänsehaut. Das Einchecken und vorbereiten des Rades verlief ruhig und überlegt. Dann kam der 15. Böllerschuss, das war meine Startgruppe und los ging es. Ich kam sehr gut voran und fand immer eine Lücke um mein Tempo zu halten. Da ich aber nicht genau wusste wie die optimale Streckenführung war, wurde ich immer wieder von Booten gezwungen nach rechts auszuweichen.

Auf der Radstrecke nahm ich jedes Stimmungsnest mit. Am Solarer Hill lies ich mich von den Menschenmassen hochtragen. In der 2. Radrunde kam dann wie vorhergesehen etwas Wind auf. Damit hatte ja dann jeder zu kämpfen, außer den Profis, die waren da schon lange nicht mehr auf dem Rad.

Der Wechsel vom Rad zum Lauf lief ruhig ab und so startete ich auf die lange Reise durch den Marathon. Kurz danach überholte ich schon sehr viele Athleten die Gehen mussten und bekam etwas Angst. Ich lief dann nicht mehr 100% des angestrebten Tempos um nicht einzubrechen. Auch hier erlebte ich die Stimmungsnester mit Freude. Je näher ich dem Ziel kam, stieg die Erleichterung, ich lächelte und Tränen rollten mir das Gesicht herunter. Ich flog förmlich dann auch den Letzten km bis ins Ziel.

Die Menschen im Zielstadion, vom Sprecher meinen Namen zu hören und wie er sich auch über meine Flugeinlage freute war Unglaublich. Auf dem Zielbogen dann eine Zeit 10:49:55 zu lesen, war der Höhepunkt des Jahres.

Die Mühen des Training und das strikte Einhalten meines Trainingsplanes haben sich so sehr gelohnt, daß ich Schmerzfrei den 70. Platz in der AK50 belegen konnte, bei 457 Finishern in dieser Kathegorie ist das für mich ein sehr großer Erfolg. Insgesamt wurde es der 734. Platz von 2423 Finisher.

„This man was on fire“ riefen mir einige Zuschauer immer wieder zu.

Das wichtigste war für mich diese LD zu erleben und Unfallfrei und Glücklich anzukommen. Mein Weg geht weiter und weitere Ziele stehen schon fest.
Vielen Dank an alle Traininspartner des TSG Maxdorf.

Andreas Prem

Die TSG Maxdorf gratuliert ganz herzlich zu dieser fantastischen Langdistanz-Premiere!

 

Gelesen 95 mal Letzte Änderung am Samstag, 07 Juli 2018 06:41