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Sonntag, 02 Oktober 2016 13:39 geschrieben von
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10 Jahre Laufen für Wasser in Winterborn

Ganz große Leistungen beim 24-Stunden-Lauf

Der Verein Visison Tansania e.V. veranstaltete unter der Organisationsleitung von Tatjana Reis und unter Mithilfe vieler Mitglieder und ehrenamtlicher Helfer der Ortsgemeinde Winterborn zum 10. Mal das Laufevent Laufen für Wasser.

Nach anfänglichen kürzeren Laufzeiten, ging man vor drei Jahren dazu über die Veranstaltung auf 24 Stunden auszudehnen. Der relativ gute Zuspruch der vergangenen Jahre zeigt, dass die Veranstaltung über 24 Stunden von den Teilnehmern angenommen wird. An diesem Wochenende waren doch einige Langstreckler und Ultraläufer zu Trainingszwecken in Winterborn unterwegs. Wo kann man sich sonst so ungezwungen unter Gleichgesinnten in den Dienst einer guten Sache stellen und gleichzeitig seine Trainingskilometer in einer familiären Atmosphäre absolvieren oder sich einfach nur an der herzlichen Umgebung freuen? Das geht nur in Winterborn.

122 Teilnehmer, darunter 4 Kinder und 9 Jugendliche, beteiligten sich am 24 Stunden Laufevent Laufen für Wasser. Gestartet wurde bei idealem Laufwetter am Samstag um 12.30 Uhr. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Alsenz, Herr Mohr, begrüßte alle Teilnehmer und wünschte der Veranstaltung einen guten Verlauf, sowie der Organsationsleiterin Tatjana Reis alles Gute.

Jeder Teilnehmer konnte joggen, walken oder wandern und beliebig viele Runden durch den Wald absolvieren. Ausgestattet mit einer Startnummer wurde jede Runde durch das Rundenzählertetam registriert und pro gelaufener Runde 2.- € Spende erbeten. Nach jeder Runde konnte man sich an dem sehr üppig ausgestatteten Sportler-büfett sowie den kalten und warmen Getränken etwas erholen. Viele der Teilnehmer absolvierten ihre sportliche Aktivität am Tage, nur die Extrem-Dauerläufer liefen ausgestattet mit Stirnlampen auch nachts durch den Wald. Ruhe- und Schlafmöglichkeiten sowie sanitäre Anlagen gab es im Bürgerhaus bei Start und Ziel.

Die Laufstrecke war in gutem Zustand – 90 % Waldwege – mit ca. 57 Höhenmeter pro Runde und ca. 3,4 km lang. Die kleinen Lämpchen links und rechts an der gesamten Laufstrecke, als Wegemarkierung schufen eine wunderbare Atmosphäre.

Nachdem am Nachmittag noch relativ gutes Wetter herrschte, setzte am Abend Regen ein, der sich bis zum Morgen fortsetzte. Trotz Regen zeigten sich am späten Abend Familien mit Kindern an der Anmeldung, liefen durch die dunkle Nacht und wollten ihren Beitrag für die gute Sache leisten, einfach bewundernswert. Ebenso bewundernswert die Leistungen der Jugendlichen aus dem SOS- Kinderdorf in Kaiserslautern, die sich zusammen mit ihrer Betreuerin bei der Veranstaltung sichtlich wohl fühlten.

Bei dem 24-Stunden-Lauf kam bei den Frauen, trotz einer Ruhepause in der Nacht, Mareike Sültz vom TV Urbar / Koblenz, eine ambitionierte Langstrecklerin, Jahrgang 1985 mit beachtlichen 105,4 km auf Platz 1. Auf Platz 2 kam Andrea Fauß, Jahrgang 1971 mit 68 km, ihr folgte mit 51 km Yvonne Lohmann, Jahrgang 1976 auf Platz 3.

Bei den Kindern kam auf den 1. Platz mit fast 24 km Lisa Mangold vom SOS-Kinderdorf, sowie Emilie Raab und Katharina Huber, beide aus Kreuznach, mit jeweils 10,2 km auf Platz 2.

Die Jugendklasse gewann Eric Ringelsbacher, Jahrgang 2000, für den ESV Ludwigshafen startend, mit sagenhaften 78 km, vor Jushua Biegi, SOS-Kinderdorf mit 44 km.

Armin Seibert, der laufende Reporter aus Koblenz, absolvierte 98,6 km im Walkingschritt.

Bei den Männern kam es in diesem Jahr zu einem auf dieser Strecke für nicht machbar gehaltenen Topergebnis. Die bisherige Rekordmarke von Christian Kellermann mit 145 km wurde von Rainer Wölkering aus Schwaigern bei Heilbronn regelrecht pulverisiert. Der 54 jährige ambionierte Langstrecken- und Ultraläufer absolvierte sagenhafte 50 Runden oder 170 km. Rainer Wölkering, eine Frohnatur schlechthin, freute sich am Ende wie ein Schneekönig über seine Laufleistung zusammen mit seiner Fangruppe, die als gemischte Staffel selbst 95 km hinter sich gebracht hatte. Auf Platz 2 und 3 folgten ihm der letztjährige Sieger Christian Kellermann, Jahrgang 1977 aus Lampertheim mit 146 km sowie Siegfried Kästle, TSG Maxdorf, Jahrgang 1953 mit 136 km.

Die bei dieser Laufveranstaltung von vielen Teilnehmern gezeigten Leistungen sind in Anbetracht des einsetzenden Regenwetters einfach grandios und bewundernswert und zeugen von unheimlicher Energie und Ausdauer der Teilnehmer.

Christa und Theo Strubel, TSG Maxdorf, hatten bei dieser Veran – staltung auch alle Hände voll zu tun. Besonders Christa´s Geschicklichkeit bei der angebotenen Massage war es zu verdanken, dass einige Teilnehmer wieder in einen guten Geh-Rhythmus kamen. Alle eingenommenen Gelder stellte Christa dem Verein als Spende zur Verfügung. Am Samstag und Sonntag kümmerte sich Christa noch um das sehr gut ausgestattete Kaffee- und Kuchenbüfett. Theo war auch etwas auf der Laufstrecke unterwegs, kümmerte sich aber in erster Linie im Zelt um die exakte Abwicklung als Rundenzähler.

Nach Beendigung der sportlichen Aktivitäten traf man sich mit vielen Bürgern aus der dem Ort und der näheren Umgebung zum gemütlichen Beisammensein, unterhaltsam umrahmt von einer wunderbaren Tanzgruppe. Die sehr guten angebotenen Speisen, Rollbraten, Rehgulasch, Spießbraten, Würstchen, vegetarische Gerichte usw. wurden von vielen, vielen fleißigen Händen frisch zubereitet.

Diese 24 Stunden- Laufveranstaltung Laufen für Wasser war für uns wieder ein sportliches und familiäres Erlebnis im Dienste einer guten Sache und wir wurden Zeuge großer sportlicher Leistungen.

Ein ganz großes Lob an den Verein Vision Tansania e.V. und dabei besonders an die unheimlich aktive 1. Vorsitzende Tatjana Reis sowie die vielen Mitgliedern im Hintergrund, die ehrenamtlichen Helfer aus der Gemeinde Winterborn und der näheren Umgebung. Ohne diese Mithilfe wäre solch eine Veranstaltung nicht machbar.

Danke und sportliche Grüße
Theo und Christa Strubel

Gelesen 2029 mal Letzte Änderung am Sonntag, 02 Oktober 2016 13:51